Wir gehen nicht davon aus, dass sie auf der Suche nach der offiziellen Rassebeschreibung des Australian Shepherd sind. Wenn doch, finden Sie diese auf den Seiten des WEWASC.

Der Australian Shepherd hat, wie sein Name vermuten mag, nicht viel mit Australien zu tun. Viel mehr kommt die Rasse aus Nordamerika.Das sanfte, aber durchaus zuverlässige Wesen, sein Wille zur Leistung und Arbeit machen den „Aussie“ zu einem ganz besonderen Begleiter.

Der erste Verband (ASCA) wurde in den USA 1957  gegründet, welcher auch das erste Zuchtbuch führte. Da man den Aussie in erster Linie zum Hüten von Rindern brauchte, wurden zu Beginn nur die heute als „Arbeitslinie“ bekannte Ausprägung des Aussies gezüchtet. Da der Aussie mehr und mehr die Stellung als Familien- und/oder Sporthund einnimmt, spielt die Showlinie erst in den letzten Jahren vermehrt eine Rolle. In Deutschland trifft man nur selten eindeutige Arbeitslinien an.

Die Rute des Australian Shepherd ist meistens lang, es gibt jedoch auch natürlich kurze oder Stummelruten (NBT=Natural Bobtail). In Amerika werden die Ruten aus Gründen der Verletzungsgefahr beim Hüten von Rindern auch heute noch sehr bald nach der Geburt kupiert, in Deutschland ist dies verboten.

Der Aussie ist ein liebenswerter Zeitgenosse, der gerne, gut und schnell lernt. Er will beschäftigt, gefordert und gefördert werden. Wenn es dem Aussie langweilig wird, wird er anfangen, sich selbst etwas beizubringen. Dies ist aus unserer Menschensicht jedoch meist nicht wirklich nützlich, ja wir nennen dies dann Dummheiten und sehen es als unerwünschtes Verhalten. Der Aussie ist trotz seines beherzten Einsatzes beim Rindertreiben ein sensibler Hund, der auf laute Worte recht zurückgezogen reagieren kann. Danach will er dann erst einmal wieder aufgebaut werden.

Aus unserer Sicht ist ein Australian Shepherd NICHT für eine reine Wohnungshaltung geeignet (nebenbei bemerkt: Welcher Hund ist das schon?). Er ist auch nicht geeignet, stundenlang in einem Garten alleine dahin zu vegetieren, denn er braucht seinen Zweibeiner, seine Familie in seiner Nähe. Er ist aber geeignet, seinem Menschen überall hin zu folgen. Unsere Aussies nehmen auch längere Autofahrten in Kauf, Hauptsache sie sind dabei bzw. einfach nur in unserer Nähe. Der Aussie liebt den Menschen, egal ob groß oder klein. Wenn er auf Kinder gereizt reagiert, liegt das in den meisten Fällen eher daran, dass er mit ihnen schlechte Erfahrungen gemacht hat. Aus unserer Sicht ist es selbstverständlich, dass Kinder nicht mit einem Welpen oder Junghund unbeaufsichtigt sein dürfen, da sie mitunter zu grob und natürlich zu inkonsequent sind, was den Hund nachhaltig negativ prägen kann.